FELLFARBEN und ihre Bezeichnung beim BORDER COLLIE

Farbkartei für Interessierte, Züchter, Zuchtwarte und Richter

neu! Namen lt. Züchtertagung 2014 CfBrH siehe unten im Text erklärt!

 

Der Border Collie kommt von je her in verschiedenen Varianten in Bezug auf Typ (klein, gedrungen bis größer und schlank), Felltyp (lang-, oder kurzhaarig, glatt, wellig oder lockiges Haarkleid), Ohrenhaltung (Steh- oder Stehkippohren sind erlaubt) und in vielen Fellfarben vor. In den letzten Jahrzehnten - mit Anwachsen der Ausstellungshundepopulation - wurde jedoch fast nur noch schwarz-weiß als Farbe gezüchtet.


Laut Standart ist eine Vielzahl an Farben erlaubt. Das genetische Potential in unseren Hunden in Bezug auf Farben ist keineswegs neu erzüchtet/erfunden worden, es wurde nur oftmals nicht beachtet oder verdrängt. Da ich schon immer viel Freude an verschiedenen Fellfarben habe möchte ich alle Farben in einer Farbkartei zeigen.
Leider herrscht allgemein oft Unklarheit über die richtigen Farbbezeichnungen bzw. deren Aussehen, vor allem beim Welpen. Auch unterscheiden sich die Bezeichnungen je nach Land, was zu weiteren Problemen führt.


Die offiziellen Farben sind z. T. zwar bekannt aber eigentlich nicht korrekt (z. B. Bluemerle s. u.). Ich verwende in meiner Kartei den offiziellen Namen für die Farben im CfBrH im VDH, auch wenn ich die Bezeichnung z. T. für unglücklich gewählt halte.
Auf die Farbgenetik werde ich an dieser Stelle nur wenig eingehen. Der gezeigte Hund soll den Farbtyp möglichst treffend darstellen, die gezeigte Qualität des Hundes ist in diesem Fall (der Farbkartei) unwichtig. Ansonsten bin ich sehr wohl der Meinung, daß Farbe zwar sehr schön, aber ziemlich unwesentlich ist.

Auf der Züchtertagung 2014 wurde wie folgt über die Farbbennenung von den anwesenden Züchtern abgestimmt, hier die Erklärungen:

Als erstes möchte ich bemerken, dass die rassespezifische Züchtertagung nach wie vor für jeden züchter offensteht und ebenfalls für jeden die Möglichkeit bietet mit Einfluß auf die Zucht im allgemeinen und in besonderen bei speziellen Entscheidungen zu nehmen. Bereiots viele Monate vorher war das thema der züchtertagung incl. Vortrag bekannt und wer nicht da war und nun nicht weiß warum und wie Entscheidungen zustande gekommen sind oder das Ganze nicht gut findet- der ist einfach ein bißchen zu spät- hinfahren mitreden, mitentscheiden oder zumindest versuchen Sachen zu verstehen ist besser als wegzubleiben und hinterher rumzumotzen, ohne dabei Hintergründe zu kennen oder verstehen zu wollen.

Es wurden weder Farben des BC falsch benannt oder weggelassen sondern nach wissenschaftlichen und logischen Punkten sowie der internationalen Nomenklatur angepasst. In Zukunft sollen so Doppel oder fehlbelegungen von Farben vermieden werden und da wir  letztes Jahr beschlossen haben die Farben in Englisch darzustellen hier nun die Ergebnisse in Kürze:

Schwarz-weiss = black-white bleibt

alle Farben falls ohne weiss entsprechend ohne Zusatz weiss - eigentlich einfach....

rot(braun) weiss = chocolate-white -dabei ist es egal ob es ein helles braun oder ein Kastanienbraun ist

blau-weiss  = slate-white slate ist übersetzt Schiefer und mit der Farbbezeichnung erklären wir seit jeher einen blauen Hund - slate ist einfach die Kurzform von slateblue- schieferblau - so wie die Nasenfarbe, unrelewand ob die Fareb eher hell verwaschen oder dunkles Schiefer zeigt, da genetisch die gleiche Farbe

lilac-weiss  = lilac-white bleibt

kommt in der Zeichnung tan dazu (altes Tricolour) bekommt der farbname einfach den Zusatz -tan

also black-, chocolate-, slate-, lilac-white-tan - auch logisch aufgebaut

wirkt auf der Grundfarbe des Hundes der merlefaktor, dann bekommt der Hund den Zusatz- merle

also black-white-merle und ebenso chocolate-white-merle, slate-white-merle, lilac-white-merle, die Grundfarbe des Hundes ist die "dunkelste Stelle/ Farbe am Hund und ändert sich bei merle genau wie oben bei der Basisfarbe.

Hat der merle-gezeichnete Hund außerdem noch tan-Abzeichen, so fügen wir diese dem Namen bei so dass dann die Namen wie folgt sind: black-white-merle-tan und ebenso chocolate-white-merle-tan, slate-white-merle-tan, lilac-white-merle-tan- also werden genau wie bei den Grundfarben die  neuen Bezeichnungen verwendet, um merle ergänzt und mit dem tan für die Wilfarbigkeitsabzeichen erweitert. Damit ist eine einheitliche Namensgebung erreicht. 

zobel-weiß wird zu sable-white, unabhängig ob es ein heller zobel oder ein dunkler zobel ist, da die Mantelausprägung für die Farbe genetisch unrelewandt und durch ein anderes gen(E M) geregelt wird.

Haben wir beim Zobel die Grundfarben Chocolate, slate und lilac, dann heißen die Farben wie im Mutterland chocolate-sable-white, slate-sable-white oder ggf. lilac-sable-white.

seal-weiss bleibt seal-white und es ist nur anzumerken, dass seal ggf. auch in allen Grundfarben vorkommt.

Der australisch rote Hund wird wie in Australien als red-white eingetragen, sich vorstellen kann man die Frabe wirklich am Besten unter golden-red, das aber würde echt zu lange im Namen, weshalb es bei red bleibt,... andere Farbnuancen sind nur an der schleimhautfarbe sichtbar, da auf dem ganzen Körper das rot wie eine Radierung wirkt, merle ist nicht sichtbar, weshalb der Antrag gestellt wurde ee-red nur nach einem Test auf merle (M) oder cryptisches Merle (verstecktes Merle) mit merle verpaaren zu dürfen.

Ist der Hund überwiegend weiß ist das ein Fehler und das weiss steht im Farbnamen vorne, gemottled ist keine Farbe sondern wirkt nur in Bereichen der Scheckung (S) weshalb es nicht im Namen aufgeführt wird.

Ich kann nur wieder appelieren, erst bitte versuchen zu verstehen- und es ist leichter und nicht mehr so verwirrend, bevor wieder gemeckert wird, es geht NICHT um persönliche Vorlieben- auch nicht um meine,- aber z.B.- bluemerle ist einfach sachlich falsch, da die Grundfarbe des Hundes nicht blau/slate sondern schwarz ist und red/rot mit 2 verschiedenen Farben doppelt zu belegen wäre noch verwirrender...

sicher wird es, wenn der Farbkatalog durch das Procedere durch ist einige Zeit dauern, bis wir uns daran gewöhnt haben, aber ich bin sicher, dass diese Nomenklatur besonders für Rassefremde, Zuchtwarte und Richter hilft einfacher und schneller und richtiger die Farbe zu bestimmen.

 

 


Ein guter Hund ist nicht durch seine Farbe gekennzeichnet. Ich denke vielmehr, dass alle gesundheitlichen Aspekte, charakterlichen Züge, die Arbeitsfähigkeit und das Wesen Vorrang davor haben müssen. Auch bin ich kein Fan starker Inzucht, sondern arbeite daran Hunde hoher Qualität zu züchten. Evtl. auch in Farben, aber nicht um jeden Preis.


Ich züchte Border Collies, keine Farben. Beim Gebrauch der Farbkartei wünsche ich allen viel Freude. Nicht die Farben einzuschränken oder gar zu verbieten ist das Mittel der Wahl, sondern auch hier gilt: je mehr Wissen man hat, desto einfacher ist der Umgang mit der Sache.


Gezeigt werden die Border Collies zur Zeit der ersten Wurfabnahme (bis 3 Wochen alt), dann mit ca. 8 Wochen zur Zeit der zweiten Wurfabnahme, als Junghund und als erwachsenes Tier. Da die Variationsbreite auch innerhalb einer Farbe recht groß ist und keineswegs nur „perfekt gezeichnete" Hunde fallen, werden mehrere Farbtypen gezeigt: z. B.: auch weiß überzeichnet, etc.


Ebenso werden unter der entsprechenden Farbe auch nicht eintragungsrelevante Farbabweichungen, die vom Standart aus kein Fehler sind wie z. B. Splitfaces, das Vergrauen oder Mottles gezeigt.


Für Anregungen und weitere Unterstützung möchte ich mich hier schon bedanken.

 

Und nun: Viel Spaß und Freude mit der Farbkartei unserer bunten Borderhunde!

 

Bei allen, die mitgeholfen haben Farben bzw. geeignete Bilder von Hunden zusammenzuzstellen um mein Ziel zu errreichen, möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Noch fehlt die eine oder andere Farbe oder Altersklasse, wer mithelfen kann, sei eingeladen dies zu tun.

Mittlerweile wird der Namen der dargestellten Hunde gezeigt (Leider nur im Internet Explorer :-( wessen Hund ohne Namen erscheint, der möge bitte Kontakt aufnehmen, damit der Name beigefügt werden kann).

 

Was die Vielfalt der Farben angeht ist der Border Collie einer der farbgenetisch interessantesten Hunde